Retter in der Not

Jubiläum: Gestern feierten die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Hannover und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. 60-jähriges Bestehen.

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Zwischen Hannover und den Johannitern besteht eine enge Verbindung: Im Dezember 1951 gründete der Johanniter-Orden im Kastens Hotel Luisenhof die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Hannover (JHG) und einen Monat später die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Gestern wurde das 60-jährige Jubiläum in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis begangen.

Foto: Johanniter/Rainer Surrey
 - Hans-Peter v. Kirchbach, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, Dr. Joachim v. Einem, Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens (von links)
Hans-Peter v. Kirchbach, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, Dr. Joachim v. Einem, Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens (von links)

Ein festlicher Gottesdienst stand am Anfang der Feierlichkeiten. JUH-Präsident Hans-Peter von Kirchbach hatte viele Gäste geladen, Sozialministerin Aygül Özkan ebenso wie zahlreiche ehrenamtliche Helfer. Die Ministerin würdigte die Leistung der beiden Orden und wandte sich dabei auch an den Herrenmeister des Johanniter-Ordens, Dr. Prinz Oskar von Preußen, der ebenfalls anwesend war. In den Anfangsjahren der Johanniter war er es, der die Hilfe für heimgekehrte Kriegsgefangene und Flüchtlinge als notwendige Aufgabe des Ordens angeregt und initiiert hatte. Für Hans-Peter von Kirchbach ist und bleibt das freiwillige Helfen die Hauptaufgabe der Johanniter: „Die Triebfeder der Nächstenliebe sollte auch weiterhin unsere Arbeit beflügeln, denn damit machen wir unsere Welt ein Stück weit lebens- und schützenswerter.“

Bundesweit sind für das Ordenswerk rund 30.000 Ehrenamtliche im Einsatz. In der 60-jährigen Geschichte kann die JUH zahlreiche Großeinsätze in ganz Niedersachsen mit ehernamtlichen Helfern verzeichnen: Unter anderem halfen in den 70er Jahren mehr als 300 Freiwillige in einem Großeinsatz bei einer Waldbrandkatastrophe mit, und auch beim ICE-Zugunglück in Eschede 1998 waren zahlreiche Ehrenamtliche vor Ort. Im Januar 2010 flogen ehrenamtliche Johanniter-Mitarbeiter nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe nach Haiti, um zu helfen. Zusätzlich wurde 2004 in Hannover das Katastrophenschutzzentrum der Johanniter Task Force eingerichtet,  und seit 2011 übernehmen die Johanniter erstmals die Betreuung an Ganztagsschulen in Hannover. Dabei beaufsichtigen 17 JUH-Mitglieder täglich 200 Schüler.

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