Gestatten: Addax!
Große Freude im Erlebnis-Zoo Hannover: Bei den seltenen und als bedroht geltenden Addax-Antilopen gibt es Nachwuchs!
In diesem Jahr hat Vater Smokey gleich viermal für Nachwuchs gesorgt: Zwei Kälber erobern bereits die Wüstenanlage am Sambesi, zwei andere liegen noch „versteckt“ im Stall, bis sie groß genug sind, um ihren Müttern in die Wüste zu folgen.
Die weißen Wüstenantilopen mit den spiralförmig gedrehten Hörnern sind vom Aussterben bedroht. In den Weiten der Sahara gibt es nur noch 200 bis 500 wildlebende Addax. Mit der Nachzucht im Zoo und einem vom Zoo Hannover koordinierten internationalen Auswilderungsprojekt wird versucht, die Antilopenart zu erhalten. Vielleicht heißt es auch für einige der Jungtiere aus Hannover in einigen Jahren: Zurück in die Wüste!
Der Nachwuchs kam am 12. und 14. Juni sowie am 10. und 13. Juli zur Welt. Die beiden älteren Kälber erkunden jetzt ihr Reich am Sambesi. Kein leichter Job für die Mütter, die ihrem Nachwuchs das Areal zeigen, die quirligen Kälber stets im Auge behalten und gleichzeitig die Rangordnung untereinander neu auskämpfen müssen – schließlich haben sie sich mehrere Wochen nicht gesehen.
Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Addax vor der Kulisse einer verlassenen Wüstenburg, die sich rötlich schimmernd, wind- und wettergegerbt wie eine Fata Morgana über dem Wüstensand erhebt. An ihre natürliche Umgebung, die Wüste, haben sich die weißen Addax perfekt angepasst. Ein paar Kräuter und Gräser reichen ihnen zum Überleben. Monatelang können Addax ohne Wasser auskommen, spüren aber dennoch, wenn es irgendwo – selbst bis zu 200 Kilometer entfernt – in der Wüste regnet. Dann machen sie sich auf den Weg, um das frische Grün zu fressen, das auf den Regen folgt.
Leider gilt die Wüstenantilope in den meisten Sahara-Staaten als ausgerottet. Umso wichtiger, dass auch der Zoo Hannover seit 1985 Addax in Tunesien und Marokko auswildert und sich gemeinsam mit Zoos aus aller Welt dafür engagiert, die seltenen Antilopen in freier Wildbahn vor dem Aussterben zu bewahren. 100 Addax aus Hannover, Europa und den USA leben heute bereits wieder in Nationalparks in der Sahara.
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