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15 Fragen an Susanne Rode-Breymann 


Im April hat Professorin Dr. Susanne Rode-Breymann ihr Amt als Präsidentin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover aufgenommen. Die 52-jährige Hamburgerin lehrt seit 2004 an der hannoverschen Musikhochschule „Historische Musikwissenschaft“ und fungierte zwei Jahre als deren Vizepräsidentin. Schwerpunkt ihrer Lehre und Forschung sind: die Musikgeschichte der Frühen Neuzeit bis zur Jahrhundertwende und – im Rahmen des „Forschungszentrums Musik und Gender“ (fmg), das sie gründete und leitet – namenlose Komponistinnen und deren Werke sowie soziokulturelle Prozesse in der Musikkultultur der Vergangenheit und der Gegenwart. Rode-Breymann ist verheiratet und hat drei Kinder.  


Was ist für Sie der höchste Genuss?
Ein erfülltes Zusammenleben und ein Leben mit Musik

Ihre einprägsamste Kindheitserinnerung?
Nach der Flutkatastrophe in Hamburg 1962 mein Kinderbett einer Familie zu schenken, die fast alles verloren hatte – für ihr Baby.

Welches Buch können Sie weiterempfehlen?
Es ist nicht aussichtsreich, einen Menschen wie mich, der in der Welt der Bücher lebt, nach einem Buch zu fragen. Eine Empfehlung braucht ein Ziel: Ich muss wissen, wem ich in welcher Situation und für welchen Zweck ein Buch empfehlen soll. Und auch dann würde ich mit einem nie auskommen.

Bei welcher Musik können Sie vergessen?
Musikhören, Musiklesen ist für mich durch und durch aktiv. Die Hemisphäre des Vergessens liegt davon weit entfernt.

Von welchem Kleidungsstück würden Sie sich nur ungern trennen?
Von allen meinen roten und schwarzen Kleidungsstücken.

Welcher Nascherei können Sie nicht widerstehen?
Hachez-Schokolade.

Was gefällt Ihnen an Hannover?
Vernetzungen mit Menschen und die Mischung von Urbanität und Grün.

Was ärgert Sie an unserer Stadt?
Dass es architektonisch einige schändliche Ecken gibt.

Wo essen Sie in Hannover am liebsten, und warum?
Das kommt darauf an, mit wem: Gern gehe ich in "Die Insel". In der richtigen Runde ist es auch bei "tiffany" an der Hochschule schön.

Was darf in Ihrem Kühlschrank nie fehlen?
Käse und Tomaten.

Ihre Helden in der Geschichte?
Das Kaiserpaar, über das ich gerade ein Buch geschrieben habe – Leopold I. und Eleonore Magdalena.

Was war, was ist Ihr größter Erfolg?
Dass ich genügend Durchhaltekraft habe, meinen Weg zu gehen.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung?
Dass ich mich in der günstigen Lage, zwischen einer Professur in Köln, Berlin oder Hannover zu entscheiden, für Hannover entschieden habe.

Welcher Beruf (außer dem eigenen) wäre für Sie noch interessant und warum?
Architektin: Räume zu schaffen und z.B. erdbebensichere Hochhäuser bauen – das wäre eine faszinierende Aufgabe.

Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?
Verrichte das deine nur getreu.


 
Zurück Quelle: Nobilis - Juli 7-8/2010
 

 
 
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