Kleines Fest teurer?
Große Diskussion ums „Kleine Fest im Großen Garten“: Die Kommunalpolitiker von SPD und Grünen wollen, dass die Stadt mit der Traditionsveranstaltung mehr Geld einnimmt.
Seit mehr als 25 Jahren ist das Kleine Fest im Großen Garten ein Publikumsrenner und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Kleinkunstfestivals Deutschlands. Nun hat die Kommunalpolitik das Festival als Einnahmequelle ausgemacht und will durchsetzen, dass schon im Sommer die Eintrittspreise deutlich erhöht werden. 150.000 Euro Mehreinnahmen sind angepeilt. Mit dieser Summe wollen SPD und Grüne dann die hannoverschen Sportvereine unterstützen.
Bisher mussten erwachsene Besucher 26,50 Euro zahlen. Ginge es nach SPD und Grünen, soll der Eintrittspreis 2012 auf bis zu 30 Euro erhöht werden. Dafür soll das Fest vergrößert werden, schlagen sie vor und sehen als andere Möglichkeiten für Mehreinnahmen auch eine Verlängerung um eine Woche auf knapp drei Wochen. Ebenfalls denkbar sei es, mehr Besucher zuzulassen. Nicht nur der Veranstalter, Harald Böhlmann, ist von den Vorschlägen alles andere als begeistert. Auch die Opposition lehnt sie ab. Ende Februar soll der Rat nun darüber entscheiden. Stimmt er zu, werden ab dem 10. März – dann beginnt der Vorverkauf für das Kleine Fest – die Eintrittspreise erhöht.
Über 700.000 Besucher haben das Kunstfestival bisher erlebt. Jedes Jahr aufs Neue stellt sein Erfinder und Organisator, Harald Böhlmann, besser bekannt als "der Mann mit dem Zylinder", ein vielseitiges Programm zusammen: Vom 11. Juli bis 29. Juli 2012 gestalten 140 Künstler aus aller Welt auf insgesamt 30 Bühnen ein buntes Programm aus Magie, Artistik, Theater, Akrobatik, Comedy, Masken- und Puppenspiel.
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